Sugo "Bolognese"

Ein ausgesprochen wichtiges Rezept, weil es so gut ist, dass sogar meine Omni-Schwester (Omni von Omnivor = Vegan-Slang für ´Alles-Esser´) jedes Mal danach verlangt, wenn ich in der Stadt bin. Und das, obwohl sie eine Meisterin der Bolognese Classico ist.
Meine Mama allerdings, obwohl fast ganz vegan, mag das Rezept nicht (weil Räuchertofu drin ist und das findet sie eklig), aber ich glaube, sie ist die einzige auf der ganzen Welt. (Sollte es doch noch jemanden geben der ihre Meinung teilt, kann er/sie das Räuchertofu mit normalem Tofu ersetzen oder einfach ganz weglassen, dann hat man noch immer eine sehr feine Sugo.)


Was ihr braucht:
(4 pax. - Ich muss aber erwähnen, dass ich selbst eigentlich nur 'aus der Lameng' koche, Mengenangaben sind bei mir also eher als lockere Empfehlung zu sehen.)

Olivenöl
soVIEL Knoblauch wie ihr mögt
2 Schalotten oder 1 Zwiebel
2 Zweige Frischer Rosmarin (wahlweise noch ein wenig frischer Salbei oder Basilikum sowie zwei/drei getrocknete Lorbeerblätter, die werden im ganzen mitgekocht, aber nicht gegessen)
Chilischoten*
3 Karotten
200 Gramm Räuchertofu**
Ein Glas Rotwein zum Ablöschen
2 mittlere Zucchini
1 mittlere Aubergine
1 Dose gehackte Tomaten
1 Packung passierte Tomaten
1 unbehandelte Zitrone (wir brauchen die Schale)
Eine handvoll schwarze Oliven (am besten "Kalamata", oft sind schwarze Oliven nämlich nicht wirklich schwarz sondern nur gefärbt und schmecken unangenehm nach Eisen)
Ein wenig Zucker (je nach Säure der Tomaten, ich benutze mittlerweile nur noch Reissirup zum süßen)
Salz 

*(Je nachdem wieviel Schärfe ihr vertragt, ich nehm hier meistens zwei Stück, ich mags hothothot!
Die Schoten varriieren in der Schärfe sehr. Test: Im Kernbereich anschneiden, mit dem Finger berühren und damit dann die Zungespitze, dann weiß man schon Bescheid. Danach und dann nach dem schneiden von Chili, Knoblauch und Zwiebeln gründlich die Hände waschen. Erstens um den unsexy Finger-Geruch von Knoblauch und Zwiebeln zu eliminieren und eben auch die Schärfe der Chili: Reibt man sich später dann nämlich die Augen, ungläubig, weil die Sauce so unglaublich gut schmeckt, kann das ganz schön brennen. HotHotHot, Baby!)

**Räuchertofu:
Ich nehme hier gerne das von ´VeggieLife´ (z.B. bei REWE), sonst ist mir das zu intensiv geräuchert und trocken, in diesem Fall ist das jedoch genau richtig!




Allora, andiamo!

Kleingehackten Knoblauch, Zwiebeln, Chili und Rosmarin in reichlich Olivenöl anschwitzen. Nicht zu heiß, denn wird der Knoblauch braun, schmeckt er bitter.
Bald die Karottenwürfelchen hinzugeben und mit anbraten. Dann nehmt ihr das Räuchertofu und zerbröckelt es in den Topf.





Wenn alles zusammen ein paar Minuten gebrutzelt hat, löscht ihr es mit dem Glas Rotwein ab. Lasst es dann ein wenig einreduzieren, der Alkohol muss verdampfen. Dann könnt ihr das restliche Gemüse hinzugeben sowie eine kräftige Prise Salz, das entzieht dem Gemüse das Wasser und ergibt ein feines Basis-Sößchen. Regelmäßig umrühren nach etwa fünf Minuten könnt ihr dann die Dosentomaten (Achtung: Strunkis und Tomatenhaut aussortieren) und die passierten Tomaten sowie die Zitronenschale*** und die entkernten und gehackten Oliven hinzugeben.


Kalamata Oliven, trocken eingelegt: Entsteinen und dritteln.


Lasst das Ganze nun unter weiterhin regelmäßigem Umrühren (alle 5-10 Minuten) mindestens eine halbe Stunde sanft köcheln. Tatsächlich wird die Sauce besser, je länger sie kocht; 2 Stunden sind da nicht übertrieben!
Sobald ihr dann essen wollt und die Nudeln eurer Wahl im Wasser sind, könnt ihr abschmecken.
Salz (denkt dran: es ist bereits Salz drin und die Oliven würzen ebenfalls), Zucker o.ä., frisches Basilikum oder Petersilie, je nach Laune... Ich persönlich gebe manchmal gerne einen Schuss Balsamico hinzu, das rundet die Sauce mit der speziellen süßen Säure ideal ab.


***Die Schale der Zitrone mit einer feinen Reibe abraspeln, einen 1cm-breiten Streifen Zitronenschale mit einem scharfen Messer winzig klein hacken oder ihr seid DasPerfekteDinner-Fans und habt tatsächlich einen Zester zur Hand.
Wenn ihr es ein wenig subtiler mögt, könnt ihr ein paar dünne Scheiben der Zitronenschale im Ganzen in den Topf werfen, mitkochen und dann vor dem servieren mit den Lorbeerblättern entfernen.


Sauce in progress

Go Crazy With The Garnitur!
Ich mag ja als Topping frische Sprossen besonders gern. ´Käse´, noch mehr frische Kräuter, Kapern, mehr Oliven... Eben wieder ganz al gusto!


Bei uns gabs dieses Mal einen wunderbaren Salat dazu, gezaubert von meinem geliebten Schwesterlein, bestehend aus frischer roter Beete und Karotten "julienne" sowie zweierlei Blattsalaten.





Buon Appetito, Amici!








Kalte Tomatensauce

Ich bin ein großer Freund von Gerichten, für die man nur einen Topf braucht. Dieses hier ist eines davon - und geht blitzschnell! Es mag etwas langweilig klingen, bekommt aber eine raffinierte Textur durch das Pürieren. Außerdem ist es, von den Nudeln abgesehen, ziemlich figurfreundlich. Und keine Sorge - am Ende ist das Gericht natürlich nicht kalt.



Was ihr dafür braucht:

Pasta eurer Wahl (wir lieben schnöde Vollkornspaghetti)
1 Dose stückige Tomaten
1 Gläschen Kapern (probiert es einfach, es ist so lecker!)
etwas Zitronensaft
Pfeffer
Salz

Variationen: 
eine Handvoll schwarze Oliven
1-2 Zehen Knoblauch (je nach Bedarf)
lecker Öl (mmmh, Zitronenöl!)
frische Kräuter (Petersilie ist toll)
ein Schluck klarer Alkohol (tolle Farbe und interessanter Geschmack - probiert es mal mit Wodka)
Sojasahne (wenn ihr es cremiger haben wollt, nicht mit Alkohol kombinieren, flockt sonst)
Hefeflocken (als "Parmesan")

Bereitet die Pasta nach Anleitung in reichlich Wasser zu.
Währenddessen fügt ihr alle Zutaten (außer Gewürze und Extrawürste) in ein Püriergefäß und - nun ja - püriert sie. Probiert euer Werk nun! Ich brauche meistens kein Salz (die Kapern sind würzig genug), aber vielleicht seht ihr das anders.
Entscheidet nun was ihr für "Extras" einbauen wollt, aber fügt sie nacheinander hinzu und püriert dann immer, bevor ihr wieder kostet. Wenn ihr frische Kräuter habt, hackt sie und fügt sie erst nach dem Pürieren hinzu.
Eure Pasta sollte nun fertig sein. Wenn ihr die Sauce etwas dünner haben wollt, könnt ihr einen Schluck Nudelwasser zufügen (Achtung, da ist natürlich Salz drin!) Dann abgießen und kurz im Sieb liegen lassen oder gleich auftun. Gebt die Sauce in den noch heißen Topf und lasst sie warm werden.

Auftun, aufhübschen, fertig!

Sushi für Angeber

Vergesst langweilige Avocado-Röllchen! Oder besser gesagt: Lasst sie nicht so allein auf dem Teller! Veganes Sushi kann so viel mehr als Möhre und Gurke. Ich will euch ein paar Ideen zeigen, die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Lasst euch von der Flut an Vorschlägen nicht abschrecken - auch mit drei, vier "Belägen" könnt ihr tolles Sushi zaubern. Niemand zwingt euch dazu, so durchzudrehen wie ich das bei Gelegenheit zu tun pflege. Damit ihr bei euren Freunden angeben könnt, zeige ich euch auch, wie man verführerische Nigiri macht.
Sushi braucht etwas Zeit, aber ich verspreche euch, dass sich der Aufwand lohnt! Wir benutzen es gern, um Omni-Freunde zu beeindrucken. Weil dieses Rezept etwas länger wird, habe ich es in Etappen unterteilt, damit ihr euch zwischendurch einen Drink genehmigen könnt.

Die schicken Häppchen im Vordergrund sind Nigiri; im Hintergrund seht ihr die klassischen Maki-Rollen

Was ihr braucht:

Sushi-Reis (wir nehmen ganz billigen Milchreis, aber ihr könnt auch piekfeinen Sushi-Reis kaufen)
Mirin (japanischer Reisweinessig)
Nori-Blätter
eine Sushi-Matte
Sojasoße (holt euch eine mit möglichst kurzer Zutatenliste!)
Wasabi (weil eure Nasennebenhöhlen auch etwas vom Sushi-Abend haben wollen)
eingelegter Ingwer (zum Neutralisieren zwischen verschiedenen Arten Sushi)
ein scharfes (!!) Messer
Für Nigiri braucht ihr außerdem einen Nigiri-Maker. Besorgt euch einen! Er ist billig und Nigiris machen richtig was her.

Mögliche Beläge:

Tofu (nach Belieben mariniert)
Avocado
längliches Gemüse, zB. Gurke, Möhre, Spargel
Paprika
Grünzeug, zB. Grünkohl (blanchiert und zB. mit geröstetem Sesamöl beträufelt)

Extras:
Sesam (weiß und/oder schwarz)
andere Nüsse (zB. Haselnussscheibchen)
geröstetes Sesamöl (ganz spezieller Geschmack, eigentlich nicht zu ersetzen)
Adzuki-Bohnen (tut euch einen Gefallen und kocht sie am Vortag, sonst wird's kompliziert!)
Kichererbsen-"Rührei" (wie Das beliebte Kichererbsen-Omelette, aber ohne Umschlagen, Gewürze und Füllung!)
Keimlinge (zB. Brokkoli-Keime oder Kresse - sehr fancy und gesund!)



Die Vorbereitung 

Als erstes solltet ihr den Sushi-Reis kochen. Für zwei Personen braucht ihr eine Tasse Reis und 2,5 Tassen kaltes Wasser. Ich salze Reis nie und für Sushi solltet ihr es auch lassen. In den Topf, Deckel drauf (Energie sparen), aufkochen lassen, danach köcheln. Wenn nur noch etwas Wasser übrig ist, schaltet die Herdplatte aus und gebt einen Schluck Mirin rein. Lasst den Reis nun bis zur weiteren Verwendung ruhen.

Während der Reis am köcheln ist, könnt ihr den Tofu marinieren. Streber machen das schon 2 Stunden vorher, um die Marinade richtig einziehen zu lassen. Schneidet ihn dafür in Streifen von etwa quadratischem Durchschnitt. Die Marinade könnt ihr euren Vorlieben anpassen - ich nehme gern folgende Mischung: ein Schluck Sojasoße, etwas geröstetes Sesamöl, das Ganze mit etwas Wasser strecken. Dazu nach Belieben Sesamsaat, fein gehackten Knoblauch, Chili, Ingwer geben. Abdecken und ziehen lassen. Wenn ihr übertrieben viel Zeit habt, bratet den Tofu in Scheiben an, löscht ihn mit Marinade ab, schneidet ihn erst dann in Streifen und lasst ihn ruhen. Mmmh.

Wo wir gerade beim Thema Pfanne sind: ein ganz simples veganes "Omelette" ist eine interessante Zugabe. Dazu Kichererbsenmehl, Wasser und Sojasoße zu einem dünnflüssigen Teig vermengen, in die heiße Pfanne, dann Herdplatte ausmachen - es soll diesmal nicht goldbraun werden. Ihr müsst es noch nichtmal wenden.

Jetzt ist es an der Zeit für's Gemüse! Wenn ihr etwas blanchieren oder dünsten wollt (ich hab es neulich mit Grünkohl probiert, war sehr lecker), tut das nun. Im Falle von Grünkohl hieße das: Grünes vom holzigen Strunk trennen, kurz anbraten und mit etwas und Sojasoße ablöschen. Mit Sesam/Haselnuss besprenkeln und in Ruhe lassen.


Der Mann mit Hut ist für die Klassiker zuständig: Möhren schälen, in handliche Teilstücke, dann in dünne Streifen schneiden. Ich halbiere sie dafür meistens, bis ich bei Achtelmöhren bin, aber das müsst ihr selber wissen. Das Gleiche macht ihr mit der Gurke. Schneidet die Kerne ruhig weg, sie sind wässrig und machen eure Streifen zu dick. Paprika halbiert ihr und schneidet sie in Streifen. Avocado schneidet ihr erst in Scheiben, dann in Streifen. Macht dann gleich einen Spritzer Zitronensaft drüber, damit sie nicht braun wird!

Macht nicht zu viel (eine halbe Gurke ist mehr als wir brauchen). Wenn ihr am Ende was übrig habt, ist das aber auch kein Problem. Erzähl ich euch am Ende.



Die tolle Rolle
Habt ihr schon einmal Sushi gemacht? Falls nicht, schaut euch am besten erst einmal eine ausührliche Anleitung an. Hier eine Zusammenfassung für alle, die schon mal Sushi gemacht haben, sich aber nicht mehr an die Details erinnern können:
Sushi-Matte mit den Stäbchen quer zu euch und der glatten Seite nach unten legen (falls eure Matte runde Stäbchen hat, ignorieren). Darauf ein Nori-Blatt mit der rauhen Seite nach oben und mit der Perforierung (falls vorhanden) längs zu euch legen. Dann mit feuchten Fingern eine dünne Schicht Reis auf das untere Drittel des Nori-Blattes verteilen. Nun könnt ihr die Beläge eurer Wahl quer zu euch auf den Reis legen (bei mehr als 3 Zutaten pro Rolle wird übrigens das Rollen schwierig, aber vielleicht mögt ihr Herausforderungen).
Dann rollen. Dazu hebt ihr vorsichtig das untere Ende der Matte an und rollt es möglichst fest in Richtung oberes Ende, bis ihr einmal rum seid. Dann das Mattenende parallel zur restlichen Matte ziehen und dabei das Nori-Blatt um die Rolle wickeln. Lasst die Rolle dann eine Weile in Ruhe, damit das Nori durchfeuchten kann. Sonst werdet ihr Schwierigkeiten beim Schneiden haben.
Wenn euer Sushi immer an der Matte klebt, umwickelt sie mit Frischhaltefolie (die Matte!!)


Nigiri-Avantgarde

Nigiris sind eigentlich viel simpler zu machen und geben euch eine große Freiheit in der Gestaltung. Zuerst füllt ihr den Nigiri-Maker mit etwas Sushi-Reis, dreht ihn um um drückt den Nigiri-"Rohling" auf einen Teller. Wie ihr hier seht, könnt ihr in den Nigiri-Maker ein paar Adzuki-Bohnen (oder zB. Sesam) füllen, um sie noch interessanter aussehen zu lassen.

Unser völlig überladener Sushi-Tisch! Zwischen Avocado und Gurken seht ihr den Nigiri-Maker

Nun kommt der interessante Teil: sucht euch pro Nigiri ein stabilisierendes Element aus. Wie ihr im Bild seht, kann das ein breiter Streifen "Omelette" oder zB. Grünkohl sein. Wir haben festgestellt, dass die Nigiri besser halten, wenn dieser Stabilisator unter dem Rohling ist. Auf euer Nigiri könnt ihr nun packen, wonach euch ist: Avocado, Paprika, Tofu usw. Kontraste lassen das Ganze interessanter aussehen.

Halbfertige Nigiri in Absturz-Gefahr

Dann wird es noch einmal spannend: schneidet einen dünnen Streifen Nori-Blatt mit einer Schere ab. Dünner als 5mm sollte er nicht sein, sonst reißt er zu leicht. Legt ihn mit der rauhen Seite nach oben auf euren Belag, drückt ihn an der Stelle leicht runter und dann an den Seiten fest. Nun könnt ihr den kompletten Nigiri vorsichtig anheben und die Enden des Nori-Streifens unten zusammenführen. Überstehende Enden könnt ihr wieder an der Seite festdrücken oder einfach abschneiden.
Nicht schick genug? Schneidet eine geometrische Form aus einem Stück Rest-Nori und platziert sie dekorativ auf dem Belag oder streut Sesam, dünne Chilifäden oder ein paar Keimlinge drauf!


Letzte Vorbereitungen

Nun könnt ihr die Nori-Rollen schneiden. Sollten sie sich wehren, piekst sie mit der Messerspitze an, bevor ihr den beherzten Schnitt wagt. Versucht sie in möglichst gleichmäßige Teile zu schneiden (2cm sind ein guter Richtwert). Die Endstücken könnt ihr entweder auf die Seite legen oder, falls sie wirklich unansehnlich sind, einfach wegnaschen.

Räumt nun euer Zubereitungs-Chaos weg und verteilt das Sushi dekorativ auf Tellern oder Brettchen. Zum Vertilgen reicht man taditionell ein Schälchen mit Sojasoße sowie einen Klecks Wasabi.

Wie schaut es aus, habt ihr den Reis und die Nori-Blätter verbraucht, aber noch Unmengen an heimatlosen Gurken, Möhren usw? Kein Problem! Gebt das ganze in eine Tupperschüssel. Am nächsten Tag gebt ihr einfach etwas kochendes Wasser und Miso-Paste (oder einfach Brühe) dazu und habt eine einfache, köstliche Gemüsesuppe.

"Sahne" zum Kochen

Natürlich könnt ihr Sojasahne einfach kaufen. Wir finden das absurd, weil sie so simpel ist, dass ihr sie in gefühlten 10 Sekunden selbst machen könnt. Und ganz nebenbei schont ihr auch euren Geldbeutel.

Was ihr dafür braucht:

vegane Milch eurer Wahl (es funktioniert mit allen, versprochen!)
etwas Öl (nehmt ein geschmacksneutrales, zB. Rapsöl - außer ihr möchtet, dass eure "Sahne" nach Rosmarin schmeckt)
etwas Stärke (zB. Mais- oder Kartoffelstärke, falls ihr damit zB. eine Suppe andicken wollt)

Gebt alle Zutaten in euren Pürierbehälter und püriert sie gut durch. Das war's!

Ihr könnt selbst entscheiden, wie viel ihr braucht. Ich nehme auf eine gefühlte Tasse "Milch" ca. 1-2 EL Öl und 1 EL Stärke, aber das hängt davon ab wofür ich die "Sahne" brauche.
Schlagen lässt sich diese einfache Sahne natürlich nicht. Dafür gibt es aber ein schönes Rezept bei veganblatt.com.

Weiße Bohnen-Paste

Auf Island gibt es nur wenige und eher langweilige vegane Aufstriche. Das führt zum einen dazu, dass ich oft Gemüse auf's Brot lege. Zum anderen habe ich begonnen, selbst Aufstriche zu machen.
Das ist auch deutlich günstiger - vor allem, wenn ihr die Zeit habt, getrocknete Bohnen zu nehmen. Natürlich könnt ihr auch einfach Dosenbohnen nehmen, dann geht es ganz fix.


Was ihr dafür braucht:

weiße Bohnen (es gibt verschiedene Sorten, kleine und große - sucht euch einfach eine aus!)
1-2 EL Öl (probiert es zB. mal mit Hanföl oder bleibt konservativ bei Olivenöl)
Zitronensaft
2-3 EL Kreuzkümmel (passt einfach wunderbar zu Bohnen - ich benutze viel!)
Pfeffer
Salz
frische Petersilie


Falls ihr getrocknete Bohnen nehmen wollt, legt sie am Vorabend in kaltes Wasser ein. Vor der Zubereitung gießt ihr das Wasser ab und kocht sie mit frischem Wasser weich. Kurz bevor sie fertig sind, gebt ihr etwas Salz hinzu.
Wenn ihr Dosenbohnen nehmt (zB. "Dicke weiße Bohnen"), gießt sie einfach ab.

Nun könnt ihr Bohnen, Kreuzkümmel und Öl in euren Pürierbehälter geben und cremig pürieren. Sehr cremig sogar. Gebt einen Schluck Zitronensaft und etwas Pfeffer hinzu, püriert noch einmal und probiert. Köstlich? Wunderbar! Falls nicht, schmeckt einfach ab. Experimentiert dabei ruhig auch mit anderen Gewürzen oder Kräutern.
Am Ende hackt ihr die frische Petersilie und rührt sie unter. Das Ganze könnt ihr nun in heiß ausgekochte Gläser oder einfach in kleine Plastikbehälter füllen. Bedeckt die Creme am Ende mit einer dünnen Schicht Öl, so hält sie länger.

Die Weiße Bohnen-Paste kann man wunderbar für die Woche vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Wer besonders schlau ist, kann auch die doppelte Menge machen und die Hälfte einfrieren - das funktioniert völlig problemlos!

Das beliebte Kichererbsen-"Omelette"

Das Highlight auf dem Frühstückstisch! Das Beste daran ist eigentlich, dass ihr nicht extra planen müsst, wenn ihr das Kichererbsenmehl einmal gekauft habt. Und das solltet ihr. Schickt euren Partner Brötchen holen - wenn er zurück ist, ist das "Omelette" schon fertig und der Kaffee gemacht!

(Zugegeben, ich bin inzwischen ziemlich routiniert - plant am Anfang etwas mehr Zeit ein.)

Eine Sonntags-Variante mit angebratenen Zucchini und Paprika


Was ihr dafür braucht:

6-8 EL Kichererbsenmehl
1 EL Sojasoße
10 EL Wasser
etwas Öl für die Pfanne

Variationen:

Gewürze nach Belieben (eine Prise Muskatnuss, Pfeffer, geräuchertes Knoblauchpulver, Chilipulver, süße oder scharfe Paprika, Estragon - probiert einfach was euch schmeckt!)
Frisches (probiert Rucola, Petersilie, fein gewürfelte Zucchini, Tomate, Paprika, Lauch oder was ihr eben da habt)
veganer Käse eurer Wahl (oder Hefeflocken)
Crema di Balsamico

Dosiert das Kichererbsenmehl und, wenn ihr mögt, Gewürze in eine kleine Schüssel. Stellt die Pfanne mit dem Öl auf den Herd und die Herdplatte schon an. Rührt mit einer Gabel kräftig durch, um kleine Klümpchen loszuwerden.
Begebt euch zum Waschbecken und dreht das Wasser zu einem ganz dünnen Strahl auf. Lasst es in die Schüssel laufen, dabei immer fleißig umrühren! Nehmt immer nur so viel Wasser, dass ihr mit dem Rühren nachkommt, um Klümpchen zu vermeiden. Ist aber nicht schlimm, wenn ein paar entstehen. Der Teig sollte nun etwas dünnflüssiger als der für Crêpes sein, aber das variiert bei mir immer etwas.

Wenn ihr Zutaten habt, die ihr anbraten wollt, könnt ihr das jetzt tun. Es schadet dem Omelette nicht, wenn Zucchinistückchen im Teig statt zwischen den beiden Teiglagen sind.
Gebt nun den Teig in die bereits warme Pfanne und schwenkt sie, damit er sich in alle Ecken verteilt. Während der Teig stockt, könnt ihr nun die Füllung eurer Träume auf eine Hälfte auflegen. Das könnte so aussehen:

Eine Variante mit "Cheddar", Rucola und Crema di Balsamico

Wenn sich, wie im Bild, der Rand leicht anhebt, geht vorsichtig mit einem Spatel darunter. Wenn ihr damit Schwierigkeiten habt, gebt einen Tropfen Öl an den Rand und schwenkt die Pfanne, so dass der Tropfen einmal den Rand entlangläuft. Löst den Rand leicht an der freien Hälfte, dann schiebt ihr den Spatel in die Mitte und klappt die leere Hälfte über eure Füllung. Drückt sie ruhig etwas runter.

Nun seht ihr auch, ob das Omelette außen schon goldig aussieht. Wenn nicht, lasst es noch etwas in der Pfanne, dreht die Herdplatte aber schon aus (das geht jetzt schnell). Falls nötig, dreht das komplette "Omelette" noch einmal auf die andere Seite und lasst es nachbräunen.

Zum Frühstück teile ich es in der Mitte und jeder bekommt eine Hälfte, aber natürlich könnt ihr es auch alleine verputzen!

DISPICIO?

Dispicio (lat): di-spiciō <spicere, spexī, spectum> (specio)
* zu sehen beginnen, die Gegenstände um sich herum mit den Augen unterscheiden, ausfindig machen, wahrnehmen, erwägen, überlegen, prüfen




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Erst mal so für uns
und für Padi und Vroni <3